Zusammenarbeit mit Transportpartnern

EN 32

Auch bei der Beschaffung von Transportdienstleistungen, die vorwiegend dezentral in den Unternehmensbereichen erfolgt, dient der Verhaltenskodex für Lieferanten als verbindlicher Vertragsbestandteil.

Von Anfang an beziehen wir unsere Transportpartner in unsere Entscheidungen und Aktivitäten ein, zum Beispiel bei der Berechnung von Treibhausgasemissionen, deren weltweite Harmonisierung ein Schlüsselthema unseres Umweltprogramms GoGreen ist. Unter anderem engagieren wir uns in weltweiten Initiativen zur Vereinheitlichung der Emissionserfassung und -berechnung, wie zum Beispiel Green Freight Asia, Green Freight Europe oder Global Logistics Emissions Council.

Luft- und Seefracht

Im Gegensatz zu unserem Expressgeschäft verfügen wir als Luftfrachtspediteur über keine eigene Flugzeugflotte, sondern treten lediglich als Vermittler zwischen Kunden und Frachtunternehmen auf. In der Auswahl des Transportpartners berücksichtigen wir auch ökologische Kriterien und prüfen dabei drei Bausteine:

  • Die Effizienz des Unternehmens, die wir monatlich messen. 
  • Die Transparenz über die Zusammensetzung der Flotte. 
  • Die Beteiligung des Unternehmens an Industrie-Initiativen wie der „Airfreight Carbon Initiative“ oder Projekten, wie beispielsweise zur Reduzierung von Spritverbrauch und Lärmbelastung beim Landeanflug am Flughafen Leipzig/Halle, mit denen wir das Thema Nachhaltigkeit im Lufttransport voranbringen. 

Damit wir die ökologische Entwicklung des Transportpartners nachvollziehen können, werden die gewonnenen Daten in der „Carrier Scorecard“ zusammengetragen, die auch in die Gesamtbewertung des Transportpartners einfließen.

In der Seefracht vermitteln wir ebenfalls ausschließlich Transportkapazitäten und unterhalten keine eigene Schiffsflotte. Eines unserer wichtigsten Instrumente für die Auswahl der Reedereien ist die „Green Carrier Scorecard“

Die Bewertung basiert auf vier Kriterien:

  • Kooperation: Bereitstellung von CO2-Effizienz- und Umweltdaten über die Clean Cargo Working Group (CCWG) 
  • CO2-EffizienzVerhältniskennzahl, nach der Deutsche Post DHL Group den CO2-Ausstoß in der Geschäftstätigkeit steuert. Damit werden die entstehenden CO2-Emissionen aus Kraftstoffverbrauch und Strombedarf ins Verhältnis zum Umfang der erbrachten Serviceleistung (zum Beispiel Menge der Briefe, Pakete, Paletten oder Container) gesetzt.: Effizienz des Unternehmens pro Handelsroute im Vergleich zum Industriedurchschnitt
  • Transparenz: Verifizierung der Daten durch eine externe, unabhängige Partei 
  • Engagement: Beteiligung des Unternehmens an Industrie-Initiativen sowie außergewöhnliches Engagement in Umweltprojekten und -initiativen 

Die Reedereien erhalten ein jährliches GoGreen Carrier Certificate mit einer Zusammenfassung der Bewertungsergebnisse.

Landtransport

Bei den Landtransporten ist das Management unserer Transportpartner eine deutlich größere Herausforderung als in der Luft- und Seefracht. Der Hauptgrund dafür ist die wesentlich höhere Fragmentierung des Anbietermarktes. Im Berichtsjahr betrug das Marktvolumen im europäischen Straßentransport 193 Milliarden Euro. Mit einem Marktanteil von 2,2 Prozent sind wir bereits der zweitgrößte Anbieter in diesem Bereich.

Neben unserem Engagement in Initiativen, die daran arbeiten, die Umweltperformanz von Transportunternehmen im Straßenverkehr zu erfassen und einen einheitlichen Berechnungsstandard zu etablieren, nehmen wir auf die Effizienz unserer Transportpartner Einfluss, indem wir sie bei ihren Maßnahmen zur Effizienzverbesserung unterstützen und unter anderem unsere Einkaufskonditionen zur Verfügung stellen, zum Beispiel bei der Beschaffung von neuen effizienteren Fahrzeugen.