Konstruktiver Austausch mit Mitarbeitervertretern

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Die Mehrheit unserer Belegschaft nutzt zusätzlich zum Dialog mit ihren Vorgesetzten und weiteren Managementvertretern auch Gremien wie zum Beispiel Arbeitnehmerausschüsse, Betriebsräte oder Gewerkschaften zur Vertretung ihrer Interessen. Über 70 Prozent der Mitarbeiter im Konzern stehen in einem Beschäftigungsverhältnis, das an Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge oder gesetzlich vorgeschriebene Gehaltssteigerungen gebunden ist. In Deutschland sind 42 Prozent der Mitarbeiter beschäftigt; hier arbeiten wir in allen Bereichen, in denen sich Betriebsräte gebildet haben, mit den Arbeitnehmervertretern zusammen. Auch der Aufsichtsrat der Deutsche Post AG ist zur Hälfte mit gewählten Arbeitnehmervertretern besetzt.


Die Hauptverantwortung für den Umgang mit den örtlichen Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften liegt bei den Unternehmensbereichen auf Länder- und Standortebene. Auf globaler Ebene stehen wir mit den internationalen Gewerkschaftsbündnissen, UNI Global Union (UNI) und der International Transport Workers’ Federation (ITF) in regelmäßigem Austausch.

Im Wege des gemeinschaftlichen Dialogs konnten im März und Juni 2016 die Sachverhalte, die Gegenstand der im Jahr 2014 verabschiedeten „Gemeinsamen Erklärung“ der deutschen Nationalen Kontaktstelle der OECD mit Deutsche Post DHL Group und der beiden Gewerkschaftsbündnisse waren, offiziell abgeschlossen werden. Die Lateinamerika betreffenden Themen, darunter vermeintliche Beeinträchtigungen von Arbeitnehmerrechten und unsachgemäße Durchführung der Mitarbeiterbefragung, wurden im August 2016 in gegenseitigem Einvernehmen beigelegt. Mit den Gewerkschaftsbündnissen wurde ein vierteljährlicher Dialog vereinbart. Nach zwei Sitzungen im Berichtsjahr werden die Besprechungen an vier bereits vereinbarten Terminen im Jahr 2017 fortgeführt.

Initiativen auf europäischer Ebene

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Auf europäischer Ebene beteiligen wir uns gemeinsam mit unseren Sozialpartnern an vielfältigen Initiativen und Aktivitäten.

Als gemeinsames Gremium von Arbeitnehmern und Managementvertretern aus 30 europäischen Ländern beraten das Deutsche Post DHL Forum (ein europäischer Betriebsrat kraft Vereinbarung) und seine Ausschüsse über zentrale Themen und ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Daher wird man sich über die digitale Transformation im Jahr 2017 austauschen.

Nach turnusgemäßen Wahlen trat das Deutsche Post DHL Forum am 24. November 2016 zu seiner konstituierenden Sitzung für die kommenden vier Jahre zusammen. In dieser Sitzung wurden die Mitglieder in die Aufgaben des DPDHL Forums sowie ihre Rechte und Pflichten eingewiesen. Insgesamt tagte das Gremium einschließlich der Untergremien im Berichtsjahr 27 Mal. Die Gewerkschaftsbündnisse UNI und European Transport Workers’ Federation entsenden jeweils einen Repräsentanten zu den Treffen des Deutsche Post DHL Forums.

Die Sozialpartner des Europäischen Ausschusses für Sozialen Dialog Post haben in Brüssel gemeinsam das Projekt „Mobilising social partners in a new context“ durchgeführt. Zwei Themenkomplexe standen dabei im Mittelpunkt: das Seminar zu „E-Commerce & New Services“ sowie die Studie zu Tarifvereinbarungen im sich wandelnden Postsektor (CLA-Studie). Auf Grundlage des Seminars „E-Commerce & New Services“ im November 2015 wurde im Berichtsjahr ein innovativer Massive Open Online Course (MOOC) erarbeitet. Im Mai 2016 fand in Bukarest eine Konferenz zu den Ergebnissen der CLA-Studie statt, zusätzlich wurde eine „Gemeinsame Erklärung“ hierzu im Dezember 2016 abgegeben. Ein Abschlussbericht zum Gesamtprojekt ist verfügbar.

Darüber hinaus hat Deutsche Post DHL Group als größter Postdienstleister in Europa Ende 2016 den Vorsitz des Europäischen Ausschusses für Sozialen Dialog Post übernommen.