Flüchtlingshilfe in Deutschland

Deutsche Post DHL Group beteiligt sich aktiv an der Flüchtlingshilfe und hat im Berichtsjahr einen wichtigen Beitrag für die Integration geflüchteter Menschen in Deutschland geleistet. Dabei arbeiten wir eng mit anerkannten und erfahrenen Hilfsorganisationen zusammen. Unsere Mitarbeiter unterstützen das Engagement in herausragender Art und Weise. Vorrangig fördern wir langfristig angelegte Programme zur Integration von Flüchtlingen mit den Schwerpunkten Spracherwerb und Berufsvorbereitung. Im Berichtsjahr wurde der Konzern für sein Engagement in der Flüchtlingshilfe mehrfach ausgezeichnet.

Flüchtlingsintiative Deutsche Post DHL Group

Flüchtlingsintiative Deutsche Post DHL Group

In der Flüchtlingshilfe arbeitet Deutsche Post DHL Group mit bewährten Partnerorganisationen zusammen. Darüber hinaus kooperiert der Konzern bundesweit mit weiteren Nichtregierungsorganisationen.

Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen
Organisation   Aktivitäten
Teach First Deutschland  
  • Bewerbungstrainings, Betriebsbesichtigungen, Fahrradwerkstatt, Renovierung von Klassenräumen, Integrationslotsen, Schülerpraktika
Aktion Deutschland Hilft  
  • Verschiedene Aktionen vor Ort mit Unterorganisationen von Aktion Deutschland Hilft, darunter Malteser, Arbeiter-Samariter-Bund Berlin
Wir Zusammen  
  • Zusammenschluss von über 160 Unternehmen, die ihr Engagement für Flüchtlinge bündeln und auf einer gemeinsamen Plattform präsentieren
InCharge  
  • Mentoring-Programm mit Sprachbausteinen und Begleitung.
DIHK Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“  
  • Bundesweite Plattform für Unternehmen, die sich im Rahmen der Flüchtlingshilfe engagieren

Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt

Im Berichtsjahr hat Deutsche Post DHL Group 457 geflüchteten Menschen ein Praktikum vermittelt. 292 Geflüchtete, unter anderem aus Ruanda, Eritrea, Togo und Syrien, haben im Berichtsjahr einen Arbeitsvertrag von uns erhalten, 134 davon, nachdem sie zuvor bei uns erfolgreich ein Praktikum absolviert hatten. 18 Geflüchtete haben nach dem Praktikum oder der Einstiegsqualifikation eine Ausbildung bei uns begonnen.

Der Konzern hält an seinem Engagement in der Flüchtlingshilfe weiterhin fest und schafft mit gezielten Maßnahmen zur Förderung des Spracherwerbs wichtige Voraussetzungen für den Übergang in das Berufsleben sowie für eine aussichtsreiche soziale Integration. Ebenso führt der Konzern die finanzielle Unterstützung der Flüchtlingshilfe fort.

Infrastruktur für das Mitarbeiterengagement

Im Berichtsjahr haben wir eine Infrastruktur für das Engagement unserer Mitarbeiter aufgebaut und dafür ein bundesweites Netzwerk von über 100 Koordinatoren eingesetzt, die als Bindeglied zwischen Mitarbeitern, Hilfsorganisationen, Behörden, Verwaltungen und Kommunen fungieren. Außerdem haben wir für die ehrenamtlichen Mitarbeiter Austauschplattformen auf unseren internen Kommunikationskanälen eingerichtet.

Die Resonanz der Mitarbeiter auf unsere Initiative zur Flüchtlingshilfe ist durchweg positiv. Insgesamt beteiligten sich rund 15.000 Mitarbeiter an über 1.000 Einzelaktivitäten. Zum Beispiel organisierten sie Spendensammlungen oder halfen bei Spracherwerb, Behördengängen und Freizeitaktivitäten. Dabei wurden sie durch Informationsveranstaltungen zu den Themen „Integrationslotsen – Engagement im Ehrenamt“ sowie „Lese- und Sprachpaten“ unterstützt und mit entsprechenden Materialien wie beispielsweise Lesekisten ausgestattet.

Personelle Unterstützung der Verwaltung

Im Berichtsjahr haben wir 199 Mitarbeiter an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vermittelt, um die Verwaltung bei der Organisation der ehrenamtlichen Tätigkeiten zu unterstützen und einen Interessentenpool aufzubauen.

Überlassung von Liegenschaften

Der Bedarf an großen Flächen, beispielsweise für Flüchtlingsunterkünfte, ging im Berichtsjahr deutlich zurück. Von den bis zu 100.000 Quadratmetern Liegenschaften, die der Konzern für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung stellt, wurden im Berichtsjahr Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von rund 26.000 Quadratmetern in Euskirchen, Stuttgart, Hamburg, Bonn, Oschatz und Elmshorn abgerufen.